René Freund - Das Vierzehn-Tage-DateIch habe eine Art Defekt: Ich kann noch den traurigsten Dingen etwas Komisches abgewinnen.

Es war während des ersten Lockdowns, der damals noch nicht Frühjahrsruhe oder Osterpause hieß. Beim Abendessen meinte ich: „Irgend etwas Literarisches müsste sich doch aus dieser seltsamen Situation machen lassen.“

Am nächsten Morgen tauchte meine siebzehnjährige Tochter auf und sagte: „Ich habe eine Idee. Pass auf. Zwei junge Leute verabreden sich auf Tinder. Sie merken bei ihrem Zusammentreffen sofort, dass sie nicht zusammenpassen. Trotzdem bestellen sie sich eine Pizza. Sie bleibt über Nacht bei ihm. Was da passiert, musst du dir selber ausdenken. Jedenfalls stellt sich am nächsten Tag heraus, dass der Pizzabote Corona hatte. Die zwei müssen vierzehn Tage gemeinsam in Quarantäne bleiben. Und das, obwohl sie einander im Grunde nicht ausstehen können.“

Ich sagte „danke“ und fing noch am selben Tag zu schreiben an. Entstanden sind in diesem furchtbaren und fruchtbaren Jahr die Theaterkomödie „Corinna und David“ sowie der Roman „Das Vierzehn-Tage-Date“. Während wir noch hoffnungsfroh darauf warten, dass die Theater so richtig aufsperren (Lachen ist ansteckend, und ansteckend ist ein Unwort geworden …), dürfen wir immerhin lesen. Und vielleicht ein Gläschen dazu trinken. Und lachen.

Seit 17. Mai ist „Das Vierzehn-Tage-Date“ im Buchhandel. Im guten wie im schlechten. Ich empfehle euch natürlich den guten.

Persönliches zum Buch gibt es auch in einem kleinen Video.

Große Freude: In meiner geliebten Stadt Rom durfte ich auf einer Theaterbühne stehen und mich verbeugen, noch dazu in einem der coolsten Off-Theater, dem Argot in Trastevere. Meine Komödie „Corinna & David“ wurde in der szenischen Einrichtung von Luigi Russo von den genialen Darstellern Serena Iansiti und Pierpaolo De Mejo vorgestellt. Grande successo!